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Marita Keilson-Lauritz untersucht anhand der beiden zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschienenen schwulen Publikationen "Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen" (von Magnus Hirschfeld) und "Der Eigene" (von Adolf Brand), wie sich Literatur und Literaturkritik auf die Emanzipation und das Selbstverständnis der Homosexuellen ausgewirkt haben. Dargestellt wird die Geschichte der beiden Zeitschriften - zum Teil aufgrund bisher unberücksichtigter Materialien - mit dem überraschenden Ergebnis, dass die "feindlichen Lager" eng miteinander verflochten waren. Die Anfänge schwuler Literaturkritik zeigen einen spannenden Grenzgang zwischen Ästhetik und Politik. Ein umfangreicher Anhang erschliesst das Material. Namentlich die Dokumentation von über 500 Autoren ermöglicht manche spannende Entdeckung.
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