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Paul (Sami Bouajila aus "Drôle de Felix") und sein jüngerer Bruder Daniel (Jalil Lespert) sind die Söhne marokkanischer Einwanderer, geboren und aufgewachsen am Stadtrand von Paris. Die beiden ungleichen Brüder verfolgen verschiedene Strategien, um dem Leben einen Sinn abzutrotzen. Paul, heimlicher Schriftsteller, sucht einen seiner guten Ausbildung entsprechenden Job im Management, doch bis es soweit ist, fährt er Pizza aus. Seinen Frust baut er nach Feierabend im Boxring ab. Sein heimlich schwuler, "kleiner" Bruder Daniel sucht auf anderem Weg nach der so sehr vermissten Bestätigung und einem Umgang mit seiner Homosexualität: Er will für seinen Körper bewundert werden, den er mit Steroiden und obsessivem Training formt. Er lernt einen türkischen Geschäftsmann kennen und lieben und folgt ihm nach Hamburg, wo er in einer Sexrevue seinen gestählten Körper zur Schau stellt. Doch der permanente Anabolikamissbrauch hat seinen Preis. In seinem zweiten Film erzählt Jean-Pierre Sinapi eine Geschichte vom Aussenseitertum in der zweiten Generation, "die schon dank ihrer interessanten Konstruktion aus dem Rahmen fällt, doch vor allem von der Glaubwürdigkeit seiner beiden Hauptdarsteller lebt: Wie der 1966 geborene Sami Bouajila und der zehn Jahre jüngere Jalil Lespert dem Zuschauer die Sehnsüchte ihrer Figuren zeigen, geht ans Herz, weil ihre Darstellung auf falsches Pathos verzichtet." (3sat Kinotipp)
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