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Der "literarische Salon bei Richard Schultz" gewährt einen intimen Einblick in das Leben eines ungewöhnlichen Mannes und zeigt Überlebensstrategien von Homosexuellen unter wechselnden gesellschaftlichen Bedingungen: Geboren im mecklenburgischen Rehna, kam Richard Schultz 1914 nach Berlin, wo er sich in der Homosexuellenbewegung der Weimarer Republik engagierte. Ab 1925 leitete Schultz in seiner Wohnung einen Salon, den er unter grossen Sicherheitsvorkehrungen auch während der Nazi-Zeit weiterführte und bis kurz vor seinem Tode 1977 aufrechterhielt. Die Gäste von Richard Schultz waren Teil eines von ihm geknüpften Netzwerkes, das Informationsaustausch unter Gleichgesinnten und von 1933 bis 1945 auch privaten Schutzraum bot. Mit über 100 Abbildungen lässt das Buch - es erschien zur gleichnamigen Ausstellung im "Schwulen Museum Berlin" - (fast) ein Jahrhundert schwuler Geschichte erleben.
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