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Im Vergleich zu ihren weiblichen Kolleginnen lassen Schauspieler vor der Kamera nur selten die Hosen runter. Und so beschwert sich die Filmkritikerin Hartwiga Fertsch-Röver: "Für den geniesserischen Blick auf das weibliche Hinterteil, oft als Kamerafahrt von den Fesseln bis zu den Hüften, gönnt die Regie den Zuschauern meist Einstellungen von zehn bis fünfzehn Sekunden." Doch Schwänze seien Mangelware. Nichts als geschlechtslose Kens im Kino. Solche und eine ganze Reihe witziger, scharfsinniger, mal ironisch, mal filmtheoretisch aufgeladener Betrachtungen zu Männern und ihren Körpern im Kino finden sich im aufwendig illustrierten Band. Angehimmelt, aber auch seziert werden "Traumtypen" von Johnny Depp bis Russell Crowe. Das Buch konzentriert sich stark auf Hollywood, europäische Kinostars tauchen leider nur wenige auf. Es geht um Männer in Strumpfhosen, frühe Pin-ups und Idole wie Rudolph Valentino, und im Kapitel "Göttlich und gay" wird der Wandel schwuler Ikonen im Film unter die Lupe genommen.
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