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Eine neue Biografie zeigt das andere Leben des Lord Alfred Douglas. Der Untertitel zeigt die Tragik dieses Mannes: "Ein Leben im Schatten von Oscar Wilde". Als dessen Geliebter Bosie ist Lord Alfred Douglas in die Literaturgeschichte eingegangen. Sein Vater war es, der den Prozess gegen Wilde in Gang und den Dichter und Dandy damit hinter Gitter brachte. Was danach mit Lord Alfred Douglas passierte, ist weitgehend unbekannt. Interessiert hat Lord Douglas stets nur im Umfeld von Wilde. Caspar Wintermans Biografie schliesst diese Wissenslücke und offenbart einen jähzornigen Mann, der sich zum puritanischen, erzkatholischen Hetero wandelt und vermeintlich gottlose, lasterhafte Freunde in lange Prozesse verwickelt. Wenn wunderts, wenn der Streithansel selbst zu einem Opfer von Intrigen und Racheaktionen wurde. Wintermans Buch hat bisweilen den unangenehmen Ton eines altehrwürdigen Oberlehrers, aber da schaut man angesichts der leicht lesbar aufbereiteten Informationen gerne drüber hinweg. Weil Bosies Leben nun mal einfach so spannend und wechselhaft war, liest sich seine Biografie auch so interessant und spannend wie ein Roman. Und als Dreingabe gibt es im Anhang noch dreissig seiner Gedichte im Original und in deutscher Übersetzung.
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